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Cheese Rolling
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UNBELIEVABLE - BUT TRUE
Unglaublich - aber wahr
Nettle Eating
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Burning Tar Barrels
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Ehrlich gesagt, wussten wir schon immer, dass die Engländer etwas verrückt sind. Sie fahren auf der falschen Straßenseite, sie liegen in der Mittagshitze am Strand und werden knallrot, sie schütten Essig auf ihr Lieblingsessen Fish & Chips, sie mögen lauwarmes Bier ohne Schaum und sind für alles "very sorry", egal ob sie daran schuld sind oder nicht. Aber das ist nur die Oberfläche – es kommt noch schlimmer. Wenn sie unter sich sind, nehmen sie an äußerst merkwürdigen Festen und Ritualen teil, von denen manche behaupten, sie seien "Sporting Events". Aber diese Behauptung ist wahrscheinlich nur eine Ausrede dafür, sich nachher im Pub zu treffen, nicht geringe Mengen an Bier zu trinken und sich über die erbrachte Leistung zu unterhalten.
Der Gewinner mit seiner Trophäe.
Ziemlich harmlos ist das alljährliche "Cheese Rolling Race" am Coopers Hill in der Grafschaft Gloucestershire. Hier müssen die Teilnehmer sich lediglich einen fast senkrechten Hang ohne Schutzbekleidung hinabstürzen beim Versuch einen rollenden Käselaib zu erwischen. Da dieser 4 kg schwere Käse mit immerhin 120 km/h den Berg hinabrollt, die Teilnehmer es dagegen auf höchstens 50 km/h bringen, ist in der Regel der Käse der Gewinner, es sei denn der Laib kommt vom Parcours ab und trifft einen Zuschauer am Kopf. Da es ziemlich unmöglich ist, den Käse zu erwischen, bekommt der Erste, der unten ankommt diesen als Trophäe – sofern er noch am Leben ist. Unbelievable but true. >>Video anschauen
Scharfes Essen
Etwas beschaulicher geht es jedes Jahr im Juni vor dem "Bottle Inn" in Marshwood/Dorset zu. Dann finden hier die "Stinging Nettle Eating Championships" statt, ein Wettbewerb im Brennnesselessen, bei dem bereits die angebliche Entstehungsgeschichte ein Kuriosum darstellt: Vor einigen Jahren stritten sich zwei Bauern im Pub darüber, wer die längste Brennnessel auf seinem Land hatte. Um dies festzustellen, wurden drei Jahre lang die Pflanzen verglichen und gemessen. Eines Tages reichte einer der Stammgäste, Ex-Soldat Alex Williams, eine Brennnessel ein, die über fünf Meter lang war. "Wenn jemand eine längere findet", so gab er an, "werde ich meine essen". Wie das Schicksal es wollte, wurde eine längere Pflanze gefunden. Alex hielt sein Versprechen und aß an Ort und Stelle seine fünf Meter lange Pflanze auf. Der Rest ist Geschichte: Jedes Jahr pilgern Hunderte von Teilnehmer dorthin und messen sich im Brennnesselessen. Gewinner ist, wer die meisten Brennnessel in einer Stunde isst – das können Pflanzen bis zu einer Gesamtlänge von über 12 Metern sein. Das Reglement für den Wettbewerb ist streng: Wer das Gegessene nicht bei sich behält, scheidet sofort aus; Betäubungsmittel für den Mund sind nicht zugelassen. Allerdings ist ein Bierchen zwischendurch erlaubt. Unbelievable but true.
Geradeaus zur Brennerei...
Normalerweise füllt man Fässer mit jungem Wein, lagert den Rebensaft jahrelang in dunklen Kellern, bis er den geschmacklichen Zenit erreicht hat. Ist er gereift, füllen die Winzer das kostbare Gut in Flaschen ab und verkaufen es an Genießer und Kenner des guten Geschmacks. Nicht so in Ottery St. Mary, East Devon: Hier stellt man leere Fässer in der kalten Herbstluft vor den Pubs auf und tränkt sie nach und nach mit Teer. Nachdem sie sich vollgesogen haben, trifft man sich Anfang November zum großen Spektakel: Die Fässer werden entzündet und von Männern, Frauen und Kindern auf dem Rücken durch die Straßen und Gassen des Dorfes getragen. Versengte Haare, verkohlte Kleidung sind – auch bei den dicht gedrängt stehenden Zuschauern - keine Seltenheit. Nein, was wie eine Strafe aussieht, sind die berühmten "Ottery St. Mary Tar Barrels", eine heidnische Tradition, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Die stolzen Teilnehmer stammen seit Generationen aus denselben Familien. Dabei sein ist alles – auch für die Feuerwehr. Unbelievable but true.
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